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Sanktionen: Mit Risiken und Nebenwirkungen – gestern im Irak und heute in Iran

 

Abendveranstaltung, 28. Februar 2013, Governance Center Middle East | North Africa, Humboldt–Viadrina School of Governance, Berlin

Governance-Gespräche des Governance Center Middle East | North Africa

Sanktionen – Mit Risiken und Nebenwirkungen: Dynamiken und Auswirkungen der Embargos im Iran und im Irak

Begrüßung durch:

Vorträge und Diskussion mit:

  • Dr. h.c. Hans-Christof Graf von Sponeck ist ein deutscher UN-Diplomat. Er ist Autor politischer Sachbücher, so z.B. von Ein anderer Krieg: Das Sanktionsregime der UNO im Irak (Hamburg: Hamburger Edition, 2005). Er lehrt gegenwärtig an der Universität Marburg und am United Nations System Staff College in Turin. Von 1968 bis 2000 war er an verschiedenen Einsatzorten für die Vereinten Nationen tätig, zuletzt in Bagdad (Irak) als UN-Koordinator für Humanitäre Hilfe im Irak. Im Februar 2000 reichte er seinen Rücktritt aus Protest gegen die Sanktionspolitik des UN-Sicherheitsrates ein, die er verantwortlich für das Sterben von mehreren hunderttausend irakischen Kindern sah.
  • Ali Fathollah-Nejad, 1981 in Iran geboren, ist ein deutsch-iranischer Politologe. Er studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Rechtswissenschaft an der Universität Münster, der Sciences-Po Lille und der University of Twente. Zurzeit promoviert er an der School of Oriental and African Studies (SOAS) der University of London über den Einfluss globaler Machtverschiebungen auf Irans internationale Beziehungen. Fathollah-Nejad ist Autor der Studie Der Iran-Konflikt und die Obama-Regierung (Universitätsverlag Potsdam, 2010 & 2011). Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit den Auswirkungen der Iran-Politik und des Sanktionsregimes auf Entwicklungs-, Demokratie- und Friedensaussichten.
  • Matthias Jochheim ist Vorsitzender der deutschen Sektion der IPPNW. Er war im November 2012 im Rahmen einer internationalen Ärztedelegation in Iran und hat dort u.a. das Labbafinejad-Krankenhaus in Teheran, das Opfer des irakischen Chemiewaffeneinsatzes während des achtjährigen Krieges gegen Iran behandelt, besucht und sich über die Folgen der Sanktionen informiert.

Veranstalter:

IPPNW Deutschland (Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) & Governance Center Middle East | North Africa, Humboldt–Viadrina School of Governance.

Photos von der Abendveranstaltung

Photos von der Pressekonferenz am Vormittag

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Pressemitteilung der IPPNW Deutschland vom 28.2.2013:

Sanktionen sind ein langsames Gift, keine Medizin: Nach den Verhandlungen über iranisches Atomprogramm

Auszug: “„Sanktionen sind weder in politischer noch in gesellschaftlicher Hinsicht eine Heilung versprechende Medizin, sondern eher ein langsames Gift. Die laut US-Präsident Obama härtesten Sanktionen, die je in der Geschichte auferlegt wurden, treffen die einfachen Menschen in Iran und nicht etwa das Regime. Die Zivilbevölkerung leidet massiv unter den Folgen, der Humus der Zivilgesellschaft wird langsam aber sicher ausgetrocknet. Somit wächst der Machtvorsprung des Staates gegenüber zivilgesellschaftlicher Widerstandskraft“, kritisiert der deutsch-iranische Politologe Ali Fathollah-Nejad. Wie auch zunehmend in den USA zugegeben werde, sei diese Druck- und Drohpolitik gegen Iran gescheitert.”

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Medienecho (Auszug)

 

INFO IN ENGLISH

This is a collection of information surrounding the panel discussion on “Sanctions – With Risks and Side Effects: Dynamics and Effects of the Embargoes in Iran and Iraq” with Ali Fathollah-Nejad & Dr.h.c. Hans von Sponeck (fmr. UN Assistant Secretary-General & UN Humanitarian Coordinator for Iraq), chaired by Prof. Udo Steinbach (Director, Governance Center Middle East | North Africa, Humboldt–Viadrina School of Governance, Berlin), organized by IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) Germany & the Governance Center Middle East | North Africa, Humboldt–Viadrina School of Governance. The event took place on 28 February in Berlin.